10 Tipps zur Wespen-Plage – Was hilft wirklich?

Wespen abwehren und verscheuchen

Kennt ihr das? Kaum habt ihr euer leckeres Essen draußen aufgetischt, kommen auch schon die ersten Wespen angeflogen. Um die Insekten zu vertreiben kursieren allerhand Tipps und Tricks im Netz. Wir haben mit dem Imkerverein Alme-Lippe e.V. gesprochen und herausgefunden, welche Tipps wirklich funktionieren.

Wespenfalle ohne Chemie

Chemische Insektenvernichter gegen Wespen einzusetzen ist bekanntlich wenig ratsam. Sie schaden nicht nur den Tieren, sondern auch der ganzen Umwelt. Eine sehr effektive Alternative sind Wespenfallen ohne Chemie. Die Wespenfalle von REDTOP setzt auf ein biologisch abbaubares Lockmittel und hat in Tests sehr gut abgeschnitten. Kaufen könnt ihr sie hier: Amazon-Angebot. Tierfreundlicher ist die Wespenabwehr von “Wespenfreund”: Sie verzichtet darauf, die Wespe zu töten, sondern hält sie durch Duftstoffe von vornherein fern. Dabei wird ein dicker Aroma-Stab angezündet, der etwa 30 bis 45 Minuten glüht und für die Wespen unangenehme Gerüche verbreitet. In dem Aroma-Stab wurden nur natürliche Inhaltsstoffe verarbeitet. Damit lassen sich auch Bienen und Mücken fernhalten, verspricht der Hersteller. Auf Amazon hat die Wespenabwehr jedenfalls sehr gute Bewertungen bekommen.

Die Wespenfalle von REDTOP im Galileo-Test auf ProSieben:

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Kupfermünzen zwischen den Händen reiben

Kupfermünzen gegen Wespen

Wenn ihr Kupfermünzen zwischen den Händen reibt und sie zusätzlich noch auf den Tisch legt… passiert rein gar nichts. Auch wenn immer wieder behauptet wird, dass sich Wespen von dem Geruch abschrecken lassen: Das ist Quatsch! (vgl. ZEIT Online)

Wespennest aus Papiertüte bauen

Wespennest aus Papiertüte basteln

Ein kurioser Tipp zur Wespen-Abwehr geistert seit einiger Zeit durchs Netz: Mit einer braunen Papiertüte sollt ihr die Form eines Wespen-Nests nachbauen. Angeblich würden andere Wespen die Umgebung dann meiden, weil sie der vermeintlichen Konkurrenz aus dem Weg gehen. Aber kann das wirklich funktionieren? “Nicht wirklich!”, erklärt Anneliese Ader vom Imkerverein Alme-Lippe e.V. So einfach lassen sich die Wespen nicht austricksen; sie erkennen die falschen Nester sofort. Wer trotzdem Spaß am Basteln hat, bekommt in diesem YouTube-Video eine Anleitung:

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Basilikum auf dem Tisch

Basilikum gegen Wespen

Ein Topf Basilikum auf dem Tisch soll angeblich ebenfalls Wespen fernhalten: Die Gerüche schrecken die Tiere ab. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht! Solange das Basilikum einfach nur rumsteht, passiert nicht viel. Wenn ihr die Blätter allerdings zerreibt, wird das für Wespen zum Abturner. Außerdem schafft zerriebenes Basilikum erste Linderung, wenn ihr es auf euren Wespenstich drückt — genau wie Zwiebeln oder Knoblauch.

Kaffee verbrennen

Kaffee verbrennen gegen Wespen

Einige Bäckereien und Cafés schwören darauf, Kaffeepulver zu verbrennen, um Wespen fernzuhalten. Einfach einen Aschen- oder Eierbecher oder einen feuerfesten Untergrund nehmen und Kaffeepulver darauf häufen. Wenn ihr das Pulver anschließend anzündet, entwickelt sich Rauch, der die Wespen offenbar fernhält. Viele haben mit dieser Lösung positive Erfahrungen gemacht, einige fühlten sich durch den Rauch aber selbst belästigt — und sind gleich mit geflüchtet.

Verdünnter Essig gegen Wespen

Essig gegen Wespen

Während Kupfer und unzerriebenes Basilikum keine Geruchs-Abschreckung bei Wespen bewirkt, schafft verdünnter Essig das offenbar weitaus besser. Anneliese Ader vom Imkerverein Alme-Lippe e.V. rät, diesen Trick einmal auszuprobieren.

Wespen töten? Besser nicht!

Wespen töten

Auch wenn sie echt nerven können: Wer zur Fliegenklatsche greift, macht es meistens nur noch schlimmer. Wespen stoßen beim Sterben Pheromone aus, die andere aggressive Artgenossen anlocken. Somit kann es sein, dass ihr im Endeffekt zwar eine Wespe weniger auf eurem Tisch habt, dafür aber gleich einige aggressive Kollegen im Anflug.

Darf man Wespen überhaupt töten? Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es, Wespen ohne vernünftigen Grund zu töten. Der ist aber gegeben, sobald ihr euch durch das Insekt belästigt oder bedroht fühlt. Somit ist das also eher eine Frage des Gewissens. Die Kreiselwespe und die Knopfhornwespe sind geschützte Arten und dürfen nicht getötet werden — die halten sich aber ohnehin meist von Menschen fern.

Lebend-Falle aus PET-Flasche und Essig

Wer auf das Töten der Tiere verzichten möchte, kann eine Lebend-Falle aus einer PET-Flasche und Essig bauen. Darin werden die Wespen dann gefangen und können nach der Garten-Party wieder in einiger Entfernung ausgesetzt werden. Eine Anleitung für die Falle bekommt ihr in diesem YouTube-Video:

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Ruhig bleiben und Vorsorge treffen

Getränke und Speisen wegen Wespen abdecken

Am besten ist es, wenn von vornherein so wenig Wespen wie möglich angelockt werden. Anneliese Ader vom Imkerverein Alme-Lippe e.V. rät daher, keine offenen Getränke oder Speisen wie angebissenes Obst rumstehen zu lassen. Beobachtet, woher die Wespen kommen und wohin sie fliegen. Wenn sie euch zu nahe kommen, dann verhaltet euch möglichst ruhig. Denn Angst und Schweiß ziehen Wespen offenbar erst recht an, wie der Tagesspiegel berichtet. Menschen mit langen Haaren sollten außerdem ihre Mähne zusammenbinden, da Wespen hier schon mal gerne Zuflucht suchen.

Ablenkfütterung mit Weintrauben

Ablenkfütterung mit Weintrauben bei Wespen

Der Naturschutzbund empfiehlt eine Ablenkfütterung der Wespen als effektives Mittel zur Abwehr. Dazu bietet ihr den Tieren in gehörigem Abstand zum eigenen Tisch im Garten eine alternative Futterquelle an. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: „Süße Flüssigkeiten wie Säfte, Honig oder Bier richten in der Insektenwelt mehr Schaden an als dass sie helfen“, erklärt Sönke Hofmann vom NABU Bremen. Als besonders wirksam haben sich stattdessen überreife Weintrauben erwiesen, die jeweils in zwei Hälften geschnitten werden.

Und die gute Nachricht zum Schluss: Ende Oktober sind die meisten Wespen auch schon wieder verschwunden. Die Arbeiterinnen und die alte Königin sterben ab, während die jungen Wespenköniginnen einen Ruheplatz für den Winter suchen.

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>> Woher kommen eigentlich die vielen Wespen?

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