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Bürgermeister Michael Dreier Paderborn
Bildnachweis: Stadt Paderborn

Der SC Paderborn steckt in Geldnöten, das Überleben in der dritten Liga ist gefährdet und Präsident Wilfried Finke fordert finanzielle Unterstützung von der Stadt. Das lehnt Bürgermeister Michael Dreier in einer Stellungnahme jedoch ab: Die Stadt habe in der Vergangenheit schon genug in den Verein investiert und man müsse verantwortungsvoll mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger umgehen.

Tiefrote Zahlen beim SC Paderborn – Finke: Stadt muss helfen!

Der SC Paderborn schreibt tiefrote Zahlen: Dem aktuellen Drittligisten fehlen bis Saisonende 2,5 Millionen Euro in der Kasse. Wenn die  Paderborner Stadiongesellschaft dem Verein nicht schon im Februar ein erhebliches Darlehen gewährleistet hätte, wäre der Verein bereits zahlungsunfähig gewesen. Insgesamt vier Millionen Euro stellte die Stadiongesellschaft innerhalb von nur drei Monaten zur Verfügung — allein das ist in so kurzer Zeit einmalig in Deutschland. Wilfried Finke und sein Unternehmen stemmten davon 2,2 Millionen Euro, die in den Verein flossen. Doch nun sei das Limit erreicht und Finke fordert, dass die Stadt zur Hilfe kommt.

Stadt Paderborn hat bereits Millionen investiert

Das sieht Bürgermeister Michael Dreier anders und erklärt in einer Stellungnahme, dass die Stadt Paderborn zwar die sportliche und finanzielle Entwicklung des SC Paderborn mit Sorge betrachte, da der Verein und seine Verantwortlichen Großartiges für das Image der Stadt geleistet haben, aber andererseits auch verantwortungsbewusst mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger umgegangen werden müsse.

Die Stadt Paderborn hat in der Vergangenheit sehr viel für die Rahmenbedingungen des SC Paderborn getan, sieht jetzt jedoch die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht. Deshalb wird es seitens der Stadt Paderborn derzeit keine finanzielle Unterstützung für den SC Paderborn geben. Der Bürgermeister erinnert an den städtischen Zuschuss für den Bau des Stadions in Höhe von 3,4 Millionen Euro sowie die Gewährung eines Darlehns von 2,5 Millionen Euro. In den Ausbau der Infrastruktur rund um das Stadion habe die Stadt weitere Millionen investiert: Vier Millionen Euro seien seitens der Stadt für das Nachwuchsleistungszentrum aufgewendet worden, wobei zwei Millionen Euro durch die Pacht für die Profiplätze in den nächsten 20 Jahren an die Stadt zurückfließen werden. Damit hat die Stadt Paderborn maßgeblich dazu beigetragen, dass der Verein insgesamt über hervorragende Bedingungen verfügt.

Es müsse immer klar sein, dass es sich bei dem städtischen Geld um das Geld der Bürgerinnen und Bürger handelt. Die Stadt Paderborn habe deshalb eine besondere Verantwortung und sei dem Interesse der Allgemeinheit und auch anderen Sportarten verpflichtet und nicht nur dem Interesse eines Vereins, der im Profifußball unterwegs ist.

Bildnachweis: Stadt Paderborn

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